Das eigene Aktienportfolio außerhalb eines PEA analysieren: eine Methode in 6 Punkten
Diversifikation wird oft über das PEA gedacht, das französische Aktiensparkonto. Doch viele Anleger halten Aktien auch auf einem gewöhnlichen Wertpapierdepot (in Frankreich „compte-titres ordinaire“), direkt oder über ETF, mit US-amerikanischen und internationalen Werten und verschiedenen Währungen. Die Analyse eines solchen Portfolios beruht auf denselben Prinzipien, zu denen die Währung und die Region hinzukommen, die die europäische Beschränkung des PEA verdeckt. Hier eine Methode in 6 Punkten, die sich mit einer einfachen Tabellenkalkulation oder einem Auswertungswerkzeug umsetzen lässt.
1. Die Konzentration: das Gewicht jeder Position
Berechnen Sie das Gewicht jeder Position im Portfolio (Wert der Zeile ÷ Gesamtwert) und betrachten Sie die größten. Eine allgemeingültige Obergrenze gibt es nicht: Jeder Anleger legt seine eigenen Richtwerte nach Anlagehorizont und Risikotoleranz fest.
Fiktives Beispiel. Ein Portfolio von 20.000 € besteht aus 8 Positionen. Die größte ist 6.000 € wert, also 30 % des Gesamtwerts. Ein Einbruch von 50 % bei dieser einen Position ließe das Portfolio um 15 % sinken.
Zur Logik solcher Obergrenzen lesen Sie wie man ein Aktienportfolio diversifiziert und wie viele Positionen ein gut diversifiziertes Portfolio hat.
2. Die Branchen: die Aufteilung nach Geschäftsfeld
Fassen Sie die Positionen nach Branchen zusammen. Ein Portfolio aus 10 Positionen, die alle aus der Technologie stammen, bleibt stark auf einen einzigen Zyklus konzentriert. Lesen Sie die Einteilung in 11 Sektoren.
3. Die Regionen
Außerhalb eines PEA ist man nicht verpflichtet, in Europa zu bleiben (die Zulassungsregeln der Depotarten werden hier nicht behandelt): Betrachten Sie den Anteil der USA, Europas und der Schwellenländer. Vorsicht bei „Welt“-ETF, von denen ein großer Teil amerikanisch sein kann: Lesen Sie ihre Zusammensetzung statt ihres Namens.
4. Die Währungen
Eine in Dollar notierte Aktie setzt dem Wechselkursrisiko aus, unabhängig vom Geschäftsgebiet. Addieren Sie den Anteil des Portfolios, der in jeder Währung notiert, und rechnen Sie dann das indirekte Risiko der ETF hinzu. Lesen Sie das Währungsrisiko.
5. Die Marktsensitivität und das Risiko
Das gewichtete durchschnittliche Beta des Portfolios zeigt näherungsweise, ob es die Marktbewegungen verstärkt oder abschwächt, und Volatilität und Drawdown beschreiben die Spanne der vergangenen Schwankungen. Lesen Sie das Beta einer Aktie, Volatilität und Drawdown und die Sharpe-Ratio.
6. Die Kosten und die Überschneidung
- Die Kosten: Courtage, Depotgebühren, Wechselkursgebühren, laufende Kosten der ETF. Lesen Sie die Auswirkung der Brokergebühren.
- Die Überschneidung: Ein Welt-ETF und ein US-ETF enthalten teilweise dieselben Unternehmen; man kann dieselbe Gesellschaft mehrfach halten, ohne es zu sehen.
Zusammenfassung: eine einfache Tabelle zum Führen
| Punkt | Frage an sich selbst |
|---|---|
| Konzentration | Welche Position ist die größte, und welches Gewicht hat sie? |
| Branchen | Dominiert eine Branche? |
| Regionen | Welcher Anteil entfällt auf jede Region, auch über ETF? |
| Währungen | Welcher Anteil des Portfolios notiert außerhalb des Euro? |
| Risiko | Verstärkt oder schwächt das Portfolio den Markt ab? |
| Kosten | Wie hoch sind die jährlichen Gesamtkosten? |
Eine Analyse ist kein Urteil: Sie beschreibt die Zusammensetzung des Portfolios zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Entscheidungen, die sich daraus ergeben, hängen vom Anlagehorizont, von der Risikotoleranz und von der Situation jedes Einzelnen ab.
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Das Wichtigste in Kürze
- 6 Punkte: Konzentration, Branchen, Regionen, Währungen, Risiko, Kosten und Überschneidung.
- Außerhalb eines PEA werden Währung und Region zu eigenen Dimensionen.
- ETF können Risiken verdecken: Lesen Sie ihre Zusammensetzung.
- Die Analyse beschreibt, sie gibt keine Empfehlung ab.
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und Bildung und stellt keine persönliche Anlageberatung dar. Die Zahlen der Beispiele sind fiktiv und illustrativ.