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Rentabilität und Qualität (ROE, ROCE, Margen)

Ein Unternehmen, das wirklich Wert schafft, von einer bloß großen Maschine unterscheiden.

9 Min. Lesezeit · Fortgeschritten

Zwei Unternehmen mit gleichem Umsatz können grundverschieden sein: Das eine verwandelt sein Kapital effizient in Gewinn, das andere nicht. Die Rentabilität misst diese Effizienz.

Die Margen: wie viel bleibt übrig?

  • Bruttomarge: was nach den Herstellkosten bleibt. Spiegelt die Preissetzungsmacht.
  • Operative Marge (EBIT): nach den laufenden Kosten. Das Herz der operativen Rentabilität.
  • Nettomarge: was am Ende für den Aktionär bleibt.

ROE und ROCE: die Rendite auf das Kapital

Der ROE (Eigenkapitalrendite) misst den Gewinn je Euro, den die Aktionäre eingebracht haben. Der ROCE tut dasselbe für das gesamte eingesetzte Kapital. Dauerhaft über 15–20 % hat man es oft mit einem Qualitätsunternehmen zu tun.

Vorsicht vor einem durch Schulden aufgeblähten ROE

Ein hoher ROE kann schlicht hohe Verschuldung widerspiegeln, nicht ein besseres Unternehmen. Deshalb ist der ROCE, der die gesamte Kapitalstruktur einbezieht, eine wertvolle Ergänzung.

Der Zusammenhang mit dem Burggraben

Hohe und dauerhafte Rentabilität ist die Signatur eines Wettbewerbsvorteils (eines Burggrabens): Ohne Barriere würde der Wettbewerb die Margen am Ende erodieren. Qualität zeigt sich in der Beständigkeit der Renditen.

À retenir

  • ✓Margen sagen, wie viel von jedem Euro Umsatz zu Gewinn wird.
  • ✓ROE und ROCE messen die Kapitaleffizienz; dauerhaft über 15–20 % = Qualität.
  • ✓Hohe und beständige Rentabilität verrät einen echten Wettbewerbsvorteil.

Bildungsinhalte, ausschließlich zur Information: weder Anlageberatung noch persönliche Empfehlung. Vergangene Wertentwicklungen sagen nichts über künftige aus.