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Wie Märkte funktionieren

Börse, Orders, Kursstellung: wer von wem kauft, und wie ein Preis entsteht.

7 Min. Lesezeit · Anfänger

Eine Börse ist ein organisierter Markt, auf dem Käufer und Verkäufer zusammentreffen. Der Kurs einer Aktie wird nicht vom Unternehmen festgesetzt: Er ergibt sich fortlaufend aus dem Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage.

Wie ein Preis entsteht

In jedem Augenblick bieten Käufer einen Preis (den Bid) und Verkäufer verlangen einen anderen (den Ask). Ein Geschäft kommt zustande, wenn beide sich kreuzen. Der zuletzt gehandelte Preis wird zum „Kurs“. Je mehr gehandelt wird (Liquidität), desto enger ist die Bid/Ask-Spanne und desto leichter lässt sich kaufen oder verkaufen, ohne den Preis zu bewegen.

Acheteurs (bid)Vendeurs (ask)Prix = point de rencontre
Das Orderbuch: Angebot und Nachfrage treffen aufeinander und bilden den Preis.

Eine Order aufgeben

  • Market-Order: sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt. Einfach, aber ohne Preisgarantie.
  • Limit-Order: nur ausgeführt, wenn der Kurs Ihr Limit erreicht. Sie steuern den Preis, nicht die Ausführung.
  • Stop-Order: wird ausgelöst, wenn eine Schwelle überschritten wird, häufig zur Begrenzung eines Verlusts.

Primär- vs. Sekundärmarkt

Das Unternehmen erhält Geld nur am Primärmarkt (Börsengang, Kapitalerhöhung). Danach handeln Sie Ihre Papiere mit anderen Anlegern am Sekundärmarkt — dort bewegen Sie sich im Alltag.

À retenir

  • ✓Der Kurs ist das lebendige Ergebnis von Angebot und Nachfrage, kein verordneter Wert.
  • ✓Liquidität senkt die impliziten Kosten (die Bid/Ask-Spanne).
  • ✓Wählen Sie die Orderart danach, ob Ihnen Preis oder Ausführung wichtiger ist.

Bildungsinhalte, ausschließlich zur Information: weder Anlageberatung noch persönliche Empfehlung. Vergangene Wertentwicklungen sagen nichts über künftige aus.